Heute erlebt Naturstein eine überraschende Renaissance. Architekten zeigen innovative Anwendungsmöglichkeiten für diesen Baustoff auf. Während Metall und Glas den technischen Fortschritt markieren, steht Naturstein für Tradition. Die mediterranen Kulturen der Griechen und Römer gelten als unmittelbare Vorfahren des abendländisch - mitteleuropäischen Kulturkreises. In der Architektur ist die Verwendung von Natursteinen für alle Bereiche des öffentlichen Lebens und einer bürgerlichen Kultur beispielhaft. Granit ist in der tragenden Funktion aufgrund der hohen Druckfestigkeit für religiöse, öffentliche und private Bauten der ideale Baustoff. Formgebend oder ornamental,

immer vertritt Granit auch die designorientierte Seite der Architektur: im Raum,
an der Fassade, auf Plätzen und Straßen.


B
auherren und Architekten wünschen sich heute einen Baustoff, der natürlich und später auch recycelbar ist. Granit gehört dazu. Das Gestein ist von fertiger Struktur und besteht aus den Mineralien Feldspat, Quarz und dem dunklen Glimmer Biotit. Die Anordnung der Komponenten ist richtungslos und zeigt eine lückenlose Raumausfüllung. Granit gehört in die Hauptgruppe der Magmatite (Glutflussgesteine) und hierbei in die Untergruppe der Plutonite. Diese entstehen durch Kristallisation aus großen Schmelzmassen innerhalb der Erdkruste. Plutonite sind der Beobachtung und Bearbeitung erst zugänglich, wenn ihre Gesteine durch Abtragung ihrer Deckschichten frei an der Erdoberfläche anstehen.

Granit zeichnet sich durch große Festigkeit aus, was seiner Anwendung heute kaum mehr Grenzen setzt. Granit-Sichtflächen können gesägt, geschliffen, gestockt, beflammt, sandgestrahlt oder poliert werden. Hier kommen Struktur, Farbe und Textur optimal zur Geltung.